Baustelle in Walkersbrunn geht weiter ...

Dienstag, 13.10.2015

Die zweite Woche in Walkersbrunn hat begonnen und wir sind schon ein ganzes Stück vorangekommen. Blockstufen sind alle gesetzt und auch der erste Zaunpfosten steht. Das Stufen- setzen war eine super Arbeit, ich habe zusammen mit Jan – unser Gast-Lehrling – und Andrea das Fundament gebaut, das heißt Beton vom Lkw in Schubkarren schaufeln und abkippen. Dann wird der Beton verteilt und verdichtet, damit die Stufen einen festen Untergrund haben. Jetzt kommt die Feinarbeit: Höhe des Fundamentes und Gefälle jeder einzelnen Stufe muss ausgerechnet und eingemessen werden. Im Idealfall kann der Bagger dann mit der Zange die 1 Meter lange Stufe auf die Fläche heben und mit zwei, drei präzisen kräftigen Schlägen wird diese mit dem Gummihammer festgeklopft. Gefälle und Abstände von der angrenzenden Hauswand werden noch kontrolliert und man kann die nächste Stufe setzen. Heute hatten wir gleich mehrere dieser Idealfälle!

 Blockstufen werden mit Bagger gesetzt.

Blockstufen werden mit Bagger gesetzt.

 

Währenddessen sollte Jan das letzte Fundament für die Zaunpfosten ausheben. War nicht ganz so einfach, weil erstmal über 60 cm Beton mit dem Abbruchhammer rauszumeißeln war. Zu guter letzt kam dann kurz vor der Endtiefe ein großer Stein, der nicht kleinzukriegen war. Da müssen wir morgen nochmal ran, wenn wir unseren kleinen Abbruchhammer haben, und nicht mehr die riesengroße Leihmaschine.

 Die Treppenstufen sind fertig!

Die Treppenstufen sind fertig!

 

Dem ersten Zaunpfosten haben wir noch ein Kleid aus Baufolie angezogen, ansonsten wird uns bei dem Regen, den es heute Nacht geben soll, das Fundament weggespült und der Pfosten muss nochmal gesetzt werden.

 

Morgen geht’s weiter, Pfosten und Randsteine setzen.
Bis bald!

 

 

Mittwoch, 14.10.2015


Es gibt so Arbeitstage, da hab ich das Gefühl, die Welt ist gegen mich. Finger und Zehen sind nach 10 Minuten abgefroren und es kommt mir so vor, als ob wir überhaupt nicht voran kommen. Dabei sind 8 Zaunpfosten und eine fertige Tragschicht echt in Ordnung für einen Tag. Inzwischen ist die Temperatur auch so weit gesunken, dass Pause keine wirkliche Erholung mehr bedeutet, sondern zum 1-stündigen Pflichtprogramm wird, während dem die Frierei noch schlimmer wird. Jetzt kommt die Zeit von Thermoskannen und Klamotten nach dem Zwiebelsystem.

Als man vollkommen durchgeschwitzt im Hochsommer froh war, die Schaufel aus der Hand legen zu können, tritt jetzt ein Gefühl freudiger Erregung ein, wenn der LKW voll mit Beton angefahren kommt, und man den in die Schubkarren schaufeln darf. Da ist einem ganz schnell wieder warm.

Solange sich das Wetter bis Ende der Woche noch hält und wir in Ruhe die restlichen Betonarbeiten erledigen können, bin ich schon zufrieden.

Und mal schauen, ob meine neuen Thermoeinlagen halten, was sie versprechen und mir morgen warme Füße bescheren.

Sonntag, 18.10.2015

 

Wochenrückblick und Bilanz

 

Die Thermosohlen sind echt gut, hatte kaum mal kalte Füße, und sie sind so weich!
Wir sind jetzt fertig mit den Zaunpfosten, das war ein ganz schönes Stück Arbeit. Die Teile sind 2 m hoch und je 20 cm breit und lang, da kommt bei Granit ein ganz schönes Gewicht zusammen. Wir haben sie mit dem Bagger aufgerichtet und der hat sie dann mit der Zange in das Loch gehoben. Zu dritt haben wir den Pfosten in die richtige Position gebracht: einer hat geschaut, ob er in der Flucht zu den übrigen Pfosten steht, der zweite hat geschaut, dass er im richtigen Abstand zum nächsten Pfosten ist und dann hat der letzte dafür gesorgt, dass das ganze "Trumm" auch noch gerade steht.
Das mit dem Zaunpfosten setzen ist eigentlich keine so große Sache, nur es wird dann kompliziert, wenn der Asphalt Gefälle hat und die Zaunelemente nicht rechtwinklig sind, sondern damals dem Verlauf des Asphaltes angepasst worden sind. Da muss man dann den nächsten Pfosten nicht mit dem selben Abstand vom Boden aus setzen, sondern so, dass das Zaunteil nacher an beiden Pfosten denselben Abstand nach oben hat. Ich weiß nicht, ob das irgendwie verständlich ist, es war schon echt 'ne Denkleistung, das ganze auf der Baustelle auszurechnen und sich irgendwie vorzustellen.

Auch nicht so wichtig, ich wollte damit nur sagen, dass es oft nicht so läuft wie man sich das vorgestellt hat und es dann umso schöner ist, das Werk vollbracht zu haben!
Fehlen noch die restlichen Graniteinfassungen rund um's Grundstück, den Weg und die Einfahrt und dann kann mit Pflastern begonnen werden.

Morgen haben wir aber erst mal Baustellenpause und machen Pflege. Und Felix ist nach zwei Wochen Deula-Schulung endlich wieder da!
So kann man sich auf den Montag doch freuen :)